Meine Frau ist mein Lehrer!
Neue Erkenntnisse geistig
erwachender Männer
von Stefan Bamberg
Die Frau meiner Träume
Als ich in dem Film „Nothing Hill" mit Julia Roberts den Ausspruch hörte „Es gibt Männer, die gehen mit der Traumfrau ins Bett und wachen mit der Realität auf" hörte, dacht ich:
Bei mir war es genau umgekehrt.
Wieso? Nun, das schildert meine nun folgende Lebensgeschichte:

Man kann nur lehren, was man selbst erkannt hat und lebt. So möchte ich bei diesem Artikel mit meiner Lebensgeschichte beginnen, die mich zu der heutigen Tiefe einer partnerschaftlichen Beziehung geführt hat.
Diese Lebenserfahrungen haben mich zu der Erkenntnis geführt, daß im Moment wohl bei den meisten partnerschaftlichen Beziehungen die Frau geistig reifer und eigentlich der Lehrer für den Mann ist. Und meistens erkennt dies der Mann nicht, weil er noch dominieren will und die Frau nicht gleichwertig achten möchte.

Es gibt natürlich auch den umgekehrten Fall, wo der Mann der geistig reifere ist und Feingefühl entwickelt hat, ja überhaupt gelernt hat Gefühle zuzulassen. Da machte ich die Erfahrung, daß diese Männer sehr aufpassen müssen, daß sie nicht mit einer pur leidenschaftlich orientierten Frau zusammen kommen, welche Liebe mit Leidenschaft verwechselt. Solche Frauen gibt es natürlich auch, welche noch gar nicht begriffen haben, was wirkliche Herzensliebe bedeutet.
Aber solche geistig reifen Männer auf dieser Erde anzutreffen, ist wirklich eine Seltenheit. Und so sollten sich die Männer erst einmal einer wirklich ernsthaften schonungslosen Selbstbetrachtung widmen, um vielleicht ihre Frau mit ganz neuen Augen wahrzunehmen und zu erkennen, daß sie in Wirklichkeit die herzensmäßig viel weiter entwickelte ist. Gerade erlebte ich so einen Fall, wo jetzt der Mann nach 25 Jahren Ehe beginnt zu Verstehen, daß er, obwohl er viele geistige Bücher gelesen hatte, erkennen mußte, wie dickköpfig und stur er sich die ganze Zeit verhielt und daß seine Frau, die er für geistig unaufgeschlossen hielt, in Wirklichkeit schon ein "ganz großes weißes Herz" besaß. Sie waren zusammen geführt worden, damit sie ihn weiterführen sollte, und er erkannte es die ganze Zeit nicht wegen seines starken Dominanzverhaltens.

So sollten die Männer erst ruhig einmal annehmen, daß es sich bei ihnen auch so verhalten könnte. Denn in den meisten Fällen ist es so.
Mein ehrlicher Weg zur echten Selbsterkenntnis begann erst da, wo ich praktisch am Ende meiner Sackgasse war und zu beten anfing: "O Gott, ich habe es satt, weiterhin vor mir selbst wegzulaufen. Ich möchte mich jetzt wirklich ernsthaft anschauen, wie ich wirklich bin. Bitte zeige mir alles, was noch in mir zur Bearbeitung ansteht. Hier bin ich. Ich möchte nicht mehr vor mir weglaufen."

Es begann alles Silvester 1992. Ich war 30 Jahre alt. Bis dahin hatte ich mich viel mit östliche Meditation beschäftigt und mich auch von Beziehungen mit Frauen ferngehalten. Mein Leben war also eher das eines Einsiedlers gewesen, der sich auch sehr von anderen Menschen fernhielt. Aber stille Wasser sind tief, denn es war noch einiges unerledigtes in mir, was ich durch Meditation nach östlicher Art nur verdrängt hatte und bereits dachte wunders wie "erleuchtet" ich schon wäre.

Dann geschah etwas an diesem Silvester 1992, an welchem ich mich auf einem Selbsterfahrungskurs befand. Der Kursleiter forderte uns auf, die Augen zu schließen und ganz tief in uns hineinzuspüren mit der Frage: "Warum bin ich hier? Was ist der Sinn meins Lebens?". Und dann plötzlich wurde ich tief in meinem Herzen von einer ungeheuren Präsenz angerührt. Ich hatte das Gefühl, daß Gott mich anrührte. In Sekunden spürte ich regelrecht den Sinn meines Lebens und es fand so etwas wie eine Erinnerungsexplosion statt. Mein ganzer Gefühlskörper brach auf, und es liefen mir die Tränen über die Wangen. Ich hatte den Sinn meines Lebens gefühlsmäßig begriffen, war aber nicht imstande, es irgendwie in Worte auszudrücken oder mit dem Verstand zu begreifen...
Wer weiß, was wirklich Partnerschaft bedeutet?
Wer in der Partnerschaft seinen Partner als Lehrer betrachtet, hält sich offen für neue Lebenserkenntnisse. Nun ist die Situation auf der Erde in den überwiegenden Fällen so, daß die Frau geistig reifer ist als der Mann und dies vom Mann seltenst erkannt wird. Denn diese Frau hält dann Werte und Verhaltensweisen bereit, welche für einen solchen Mann Erfahrungsneuland bedeuten und somit nicht verstanden werden.

Oft konnte ich beobachten, daß selbst bei Männern, welche sich eingehender mit geistigen Themen beschäftigt und Verhaltensmuster psychologisch studiert hatten, bei der Umsetzung dieser Erkenntnisse erst einmal nur auf der intellektuellen Ebene agierten. Eine Partnerin, welche sich z.B. nicht mit diesen psychologischen Konzepten befaßt und ein einfaches Gemüt aufweist, aber sehr herzensorientiert handelt, kann dann eventuell von einem solchen Mann, nach gelernten psychologischen Konzepten beurteilt, als geistig nicht lernfähig eingestuft werden. Erst wenn dieser zu erkennen beginnt, daß das Leben von der Herzensebene ausgehend, bewegt wird, wird er seine intellektuellen Erkenntnisse in die zweite Reihe stellen. Schon manches mal habe ich beobachtet, daß solche Erkenntnisse, „wenn es gut ging", erst nach 40 Jahren Ehe kamen, meist eingeleitet von einer Krankheit, durch welche das Leben nicht mehr wie gewohnt gelebt werden konnte.

Handeln auf der Herzensebene: Wie geht das?
Wie ist es nun möglich, sich für ein Handeln auf der Herzensebene zu öffnen? Hierfür gibt es kein Patentrezept, weil jeder Mensch seinen eigenen Weg hat. Aber vielleicht hilft der Erfahrungsaustausch von Menschen, welche sich schon auf den Weg gemacht haben, um Denkanstöße zu geben.

Die Geschichte, wie ich meine Frau kennenlernte, ist schon sehr lehrreich, weil hier bereits durch Fügungen das ganze Register gezogen wurde, um mich aus alten Verhaltensmustern heraus zu katapultieren.
Meine Traumfrauvorstellungen waren so angelegt, daß sie mindestens dem Model einer Zeitschriften-Titelseite entsprechen mußten. Mein Inneres spürte die Gefahr, mich im Äußeren Leidenschaftlichen zu verlieren, und so machte ich 33 Jahre einen Bogen um jede Frau, die sich mir annähern wollte.
Erst mit 33 öffnete ich mich für eine Partnerschaft und prompt zog ich als erstes eine Frau an, welche Liebe mit Leidenschaft verwechselte, und keinen Zugang zu einer Liebe von Herz zu Herz fand. Solche Art Frauen gibt es natürlich auch, aber meistens ist es umgekehrt. Und jeder Mann sollte am besten erst einmal den umgekehrten Fall auf seinem Weg der Selbsterkenntnis annehmen.

Meine Seele sehnte sich aber nach einer Herzensverbindung, weil sie sich vorgenommen hatte, das Verhalten was nur äußerlich leidenschaftlich orientiert ist, zu überwinden.
Mein Lebensweg ging weiter, indem nach dieser ersten Partnerschaft eine zweite Frau in mein Leben trat, welche, wie ich nach kurzer Zeit erstaunt feststellte, die gleichen Verhaltensweisen, aber haargenau, wie die erste Frau, an den Tag legte. Liebe kann blind machen, so das man einfach nicht erkennt, wie man immer wieder die gleichen Situationen anzieht, bis man den Lernschritt vollzogen hat.

Kurz nachdem ich diese zweite Partnerschaft angefangen hatte, erhielt ich einen Anruf von einer Frau, welche über viele Umwege und Fügungen eine Broschüre, die ich herausgab, in die Hand bekommen hatte und nun den starken Impuls verspürt hatte mich anzurufen.
Sie war an einem Austausch der geistigen Informationen interessiert, welche ich in dieser Broschüre behandelte und wollte die 500 km von der Schweiz her auf sich nehmen um mich zu treffen.

Bei diesem Telefongespräch hatte sich in meiner Vorstellung ein Bild von ihr geformt in Gestalt einer zarten schlanken Frau mit schulterlangen blonden Haaren. Mein Inneres sagte von der 1. Sekunde an, wie ich ihre Stimme am Telefon hörte, ja zu ihr. Nur dachte ich, ich kann doch nicht schon wieder eine neue Beziehung anfangen, ich möchte doch meiner jetzigen Partnerin treu bleiben und ich liebe sie doch auch.

Der Termin kam, zu dem ich mich mit ihr verabredet hatte. Als es klingelte und ich die Türe öffnete, war die erste Reaktion: „Huch". Denn vor mir stand nicht die erwartete schlanke Frau, sondern eine Frau mit etwas gerundeten Formen, aber nicht dick. Aber eben nicht ein „Modell-Tittelseite-Typ". Das Treffen ging im gegenseitigen Austausch vorüber und ich hatte keinen Gedanken an eine Partnerschaft mit ihr. Wir verabschiedeten uns, sie fuhr noch zu einem Termin nach Gütersloh, während ich mich auf den Weg zu meiner Freundin nach Bielefeld machte, wie jedes Wochenende.

Die weiteren Fügungen gestalteten sich dann so, daß meine Freundin gerade einen wichtigen Termin wahrnehmen mußte und keine Zeit für mich hatte. Sie hatte versäumt mich anzurufen. So stand ich da und überlegte: Was jetzt? Ich entschloß mich dann einen Abstecher nach Gütersloh zu machen, um zu sehen, ob ich meine Bekannte von unserem Treffen, noch einmal treffen könnte.

Nachdem ich nach einigem Durchfragen den Ort ihres Aufenthaltes gefunden hatte, kam ich genau zu der Sekunde dort an, wo sie im Begriff war dort aufzubrechen. Als sie mich kommen sah, schaute sie mir höchst erstaunt entgegen. Sie hatte um nichts in der Welt damit gerechnet mich hier zu treffen und ihr Herz machte einen Freudenhüpfer, da sie mich bereits von Herzen lieb gewonnen hatte. Dies konnte sie natürlich nach außen hin nicht zeigen, da ich ja noch an einer anderen Frau hing.

Wir blieben noch einen Tag in Gütersloh und am folgenden Tag begann ein schmerzhafter Loslösungsprozeß von meiner Bielefelder Freundin, in deren Verlauf ich begann, meine Verhaltensmuster tiefer zu erkennen. Mein ganzes Sein wollte eigentlich keine äußere „Leidenschaftskiste" mehr, sondern eine Herz-zu-Herz-Verbindung, wie ich sie hier eigentlich gefunden hatte, aber noch nicht zulassen wollte.

An diesem Tag trennte ich mich innerlich von meiner Freundin, konnte aber zu dieser hier gefundenen Frau noch nicht ja sagen, weil ihr äußeres nicht meinen Idealen von meiner Traumfrau entsprach und weil ich einfach in einem gewaltigen Neuorientierungsprozeß steckte. Es dauerte 3 Wochen, bis in mir dieser Reifeprozeß an dem Stand angekommen war, welcher eine Herzensverbindung als wertvoller erachtet, als äußeres Aussehen. Dies war im Grunde ein Lebenstest für mich mit meinen zu überwindenden Verhaltensmuster: Ob es mir gelingt, die inneren Werte über die Äußeren zu setzen, ob es mir gelingt zu erkennen, daß wirkliches tiefes Glücklichsein in einer Partnerschaft nur bei einer Herzensliebe möglich ist. Dann ist alles äußere nebensächlich.

So begann das Leben mit meiner jetzigen Frau, wie im Märchen Aschenputtel: „Rukediku, Rukediku, die rechte Braut sitzt noch daheim", so daß erst die 3. Frau die richtige war. Die letzten 6 Jahre mit ihr waren für mich überreich an Erfahrungen, welche ich leicht in 2-3 Erdenleben hineinpacken könnte. Unsere Liebe ist dauerhaft geblieben, weil wir gelernt haben, uns jeden Tag von neuem zu achten und wertzuschätzen. Eine Ehe dauert immer nur 24 Stunden, d.h. man muß jeden Tag von neuem achtsam miteinander umgehen. Es darf nicht zu einem eingefahrenen Trott degenerieren, wobei man seinen Partner kaum noch wahrnimmt. Aber dies ist ein Lernprozeß, den vor allen noch viele Männer zu vollziehen haben, indem sie sich erst noch einmal von Grund auf klar werden, was wirkliche Partnerschaft eigentlich bedeutet. Lieber Leser, schreiben Sie ruhig einmal auf, wie Sie denken, daß eine Partnerschaft aussehen sollte.

Mein Weg mit meiner Frau begann, indem mir Stück für Stück bewußt wurde, was in mir noch für Verhaltensweisen aktiv sind, die es eigentlich zu überwinden gilt, welche ich aber in meiner Ansicht, wie vollkommen ich bereits wäre, wie „erleuchtet", beiseite schob und blind dafür wurde. Bei anderen mag es andere Beweggründe geben, warum sie sich nicht ändern wollen, z.B. weil sie merken, daß es bei ihnen noch an einigen Ecken hapert, und es ihnen deshalb zu mühsam ist, sich überhaupt erst einmal auf den Weg zu machen. Diese Haltung können sie vielleicht eine Zeitlang einnehmen, aber irgendwann wird auch bei ihnen, wie bei mir, der Leidensdruck so stark, daß sie den starken Wunsch verspüren, nicht mehr vor sich wegzulaufen und sich allen Ernstes ehrlich anzuschauen.

Sich in seinen gegensätzlichen Verhaltensweisen achten
Der 1. Schritt zu einer befruchtenden Partnerschaft ist, sich in seinen gegensätzlichen Verhaltensweisen zu akzeptieren. Leichter gesagt als getan. Wieso haben wir denn eigentlich so unterschiedliche Arten und Weisen, auf die gleichen Situationen so unterschiedlich zu reagieren. Dies liegt daran, daß wir uns vor diesem Erdenweg verschiedene Aufgaben vorgenommen und auch unterschiedliche „Pakete" von Negativverhaltensweisen zu erlösen haben. Entsprechen dieser Vordisposition wählen wir uns eine Verhaltensweise, welche dann auch in der tiefenpsychologisch praktizierten Astrologie verstanden werden kann. Meine „Zwillings-Frau wird nie so agieren können, wie ich als „Fische-Mann".

Wenn man das weiß, hört man auf, zu versuchen, mit seinem Partner aus der Sichtweise seiner eigenen „Sternzeichen-Verhaltensweise" zu argumentieren. Man lernt, in die Lage zu kommen, den anderen erst einmal so zu akzeptieren, wie er ist, und ihn seine Art und Weise zu lassen, mit den Gegebenheiten umzugehen.

Dies stellt eines der größten Lernthemen für diese Erde dar. Die ganzen zwischenmenschlichen Auseinandersetzungen entstehen nur aus der Unfähigkeit zu verstehen, daß jeder Mensch anders geartet ist.
 
Oft zeigt der eine dort eine Schwäche, wo der andere eine Stärke hat. Man sollte nur nicht den Fehler machen, auf der Schwäche des Partners "herumzuhacken".
In gegenseitiger Achtung kann man dazu kommen, sich zu ergänzen
und ein harmonisches Ganzes zu werden. Dies soll dieses Bild hier verdeutlichen,
wo diese zwei völlig unterschiedlichen Hälften doch zu einem vollständigen Kreis zusammengefügt werden können.
"Partner achten" entnommen aus dem Buch von Claire La Belle, "Heilung von der Seele her"
Band 1, http://clairelabelle.de
Wenn ich hier die Astrologie erwähne, so ist zu verstehen, daß ich nicht die meist ins vulgäre abgerutschte Zeitschriften-Astrologie meine. Es ist auch nicht so, daß die Sterne einen direkten Einfluß auf uns haben, wie oft angenommen wird. In der Astrologie werden einfach die gleichen Gesetzmäßigkeiten, welche im Kosmos herrschen, im Menschen erkannt im Sinne der Erkenntnis „Wie oben so unten" oder der Entsprechung vom Makrokosmos zum Mikrokosmos.

Wenn man dieses einmal beginnt zu verstehen, begreift man immer mehr, wie das ganze Leben in einer für uns unfaßbaren, wohlgeordneten Schöpfungsordnung abläuft. Es ist hier allerdings nichts fest und unveränderbar vorherbestimmt, wie manchmal angenommen wird. Es wird in der Astrologie vielmehr die Hilfe für die Lernschule Erde sichtbar. In dieser Lebenslernschule werden wir immer wieder vor Entscheidungen gestellt (dies sind die astrologischen Auslösungszeitpunkte). Entsprechend unseres freien Willen können wir uns so oder so entscheiden und beschreiten dann den entsprechenden „Lebensast" mit seinen entsprechenden Konsequenzen. Wer das in der Tiefe begreift, kommt gar nicht mehr umhin zu erkennen, daß hinter diesem gewaltigen Ordnungsgefüge ein liebender Gott walten muß, welcher uns durch eine bestmögliche Schule schickt zu unserer eigenen Läuterung. Wenn man sich das Weltgeschehen ansieht, waren es vor allen Männer, welche sich an vielen Kriegen und Gefühllosigkeiten beteiligt hatten. Der Ordnungsaufbau Gottes, dessen Leben uns durchpulst, sieht vor, daß alles, was im Weltgeschehen unerlöst und unverziehen geblieben ist, ausgeglichen und aufgearbeitet werden muß, bis die Verzeihensprozesse stattgefunden haben. Hier ist der Grund zu sehen, warum wir heute so viele Männer haben, denen eine geistig reifere Partnerin zur Seite steht. So ist ihnen eine große Hilfe gegeben, um zu einer Herzensöffnung zu kommen.

Der aufmerksame Leser merkt, daß ich hier etwas ausgedrückt habe, was erkennen läßt, das unser Leben ein durchgehender Fluß ist, welcher mit dem Tod nicht endet, so daß der Mensch, welcher in der Vergangenheit lieblose Taten begangen hat, eben auch, in einem vergangenem Leben, dieses nach dem Gesetz von Ursache und Wirkung wieder gut machen muß. Für diese Wiedergutmachung gibt es die verschiedensten Lernschulen im physischen Erdenleben genau so wie auf etwas feinstofflicheren Ebenen der Seele. Man kann dabei sicher sein, das man sich auf der für den zu vollziehenden Lernschritt bestmöglichen Lernschule befindet und aus dieser Erkenntnis sein momentanes Leben annehmen, wenn es auch nicht immer ganz einfach ist.

Zuhören lernen
Viele Partnerschaften kranken daran, daß in den überwiegenden Fällen der männliche Partner nicht zuhört, wahrnimmt, was ihm seine Partnerin mitteilen möchte. Zu sehr verstrickt in die eigenen Gedanken, ist kaum noch Wahrnehmung für den Mitmenschen vorhanden. Oft muß die Partnerin regelrecht die „Enter-Taste" beim Partner drücken, d.h. erst für seine Aufmerksamkeit sorgen (evtl. auch durch ein regelrechtes scherzhaftes Antippen mit dem Wort „Enter"), damit der Partner überhaupt aufnimmt, was gesagt wird. Dieses nicht-mehr-wahrnehmen, was um einen herum abläuft, das nur noch in seinen eigenen Gedankenkonstrukten festhängen, kann im Alter zu der Alzheimer Krankheit führen.

Es ist eine tägliche Arbeit an sich selbst notwendig, ein sich bewußt werden, daß eine Partnerschaft jeden Tag von neuem gelebt werden muß, um nicht zu einem eingefahrenen leblosen Nebeneinander-her-leben zu degenerieren. Das Verliebtsein beim Kennenlernen gibt uns einen ersten Vorgeschmack und eine Starthilfe zum Lernen, was Partnerschaft bedeuten kann. Wenn die Partner aber im weiteren Leben nicht lernen, die inneren Werte wirklicher Herzensliebe als wertvoller erachten, als äußere Leidenschaft, kann die Partnerschaft schnell abstumpfen. Die Herzensliebe kann nicht herbeigezwungen werden, sondern bedeutet einen großen Reifeprozeß. Ich habe schon erlebt, das ein Mann eine herzensliebe Frau wieder verließ und wieder äußere „Leidenschaftskisten"-Beziehungen anfing. Dies führt natürlich irgendwann in Leidenserfahrungen, welche ihn dann vielleicht reif machen für eine Partnerschaft auf einer tieferen Ebene, so wie ich es bei mir auch erlebte...

(wird fortgesetzt)