MEIN Reich ist nicht von dieser Welt
Wichtige Korrektur zum Artikel
"Über die Polarität in der Schöpfung"
Anmerkungen von Stefan Bamberg zum Buch:
Christa Schneider, „Und siehe es war alles sehr gut!", Bernardus- Verlag, 41516 Grevenbroich
An dieser Stelle waren bisher Buchauszüge aus dem Buch von Christa Schneider zu finden. Als ich dieses Buch vor Jahren las, war ich davon begeistert. Als ich dieses jetzt noch einmal las, stellte ich erstaunt fest, dass hier etwas ganz gewaltig nicht stimmt.

Für das folgende muss man die Vorstellungen von männlich und weiblich, die wir von der Welt übernommen haben, beiseite lassen, um es in der Tiefe zu verstehen.
Gottes Schöpfung ist in seiner Grundordnung polar aufgebaut. Die Geschöpfe treten männlich und weiblich in Erscheinung. Geistig gesehen ist der Mann der Träger der "Sonne" und die Frau die Trägerin der "Strahlen der Sonne". Gott kommt uns in der Offenbarungsform des Vaters personenhaft entgegen (Gottes Herzliebe, die Liebesonne, männliches Prinzip) und die Strahlen dieser Sonne sind die Liebe-Weisheit (weibliches Prinzip) im ersten Geschöpfe Sadhana personifiziert. Nach dieser Grundordnung sind die Geschöpfe geschaffen. Es sollte die Frau nur nicht denken, weil sie die Trägerin der "Strahlen der Sonne" ist, dass sie da weniger wichtig sei als der Mann (Sadhanas (Luzifers) Fallgedanke, siehe Artikel "Die Wahrheit über den Urknall"
), welcher der Träger der "Sonne" ist. Beides ist wichtig und bedingt sich gegenseitig, da eine Sonne ohne Strahlen leblos ist, genauso wie es keine Sonnenstrahlen ohne Sonne geben kann. Natürlich ist in Gott das männliche und weibliche Prinzip vorhanden und das Geschöpf Sadhana ist nun die Trägerin des weiblichen Prinzips:
„Ich bin UR, der Raum- und Zeitlose. Ich bin Schöpfer und schaffe Meine Werke; Ich bin Priester und weihe meine Geister; Ich bin Gott und leite Meine Wesen; Ich bin Vater und erziehe meine Kinder." „Wer und was bin ich?" „Du bist Sadhana, Mein größter, schönster Gedanke. Dich trug Ich in Mir, als Ich in Meines Wesens Innerem die Werke schuf ohne Raum und Zeit und ohne jede Zahl; und jedes war vollkommen! In allen Schaffungen warst du Mein erster Gedanke. Also wurdest du Mein Negativ, an dem Ich Meine positive Macht, Kraft, Gewalt und Stärke verherrliche. Nun bist du Geschöpf aus Ordnung und Wille, Geist aus Weisheit und Ernst, Seele aus Geduld und Liebe und warst, bist und sollst werden ein Kind Meiner Barmherzigkeit."
(Anita Wolf: "UR-Ewigkeit in Raum und Zeit",Kap. 1-24)

In der heutigen Zeit, wo bei vielen Männern die "Sonne" erloschen ist, wurden in der Frau die "Strahlen der Sonne" verstärkt, auf dass sie dem Manne hilft seine Sonne wieder zum Leuchten zu bringen. Das ist der Grund warum ein Artikel auf meiner Seite heißt: "Meine Frau ist mein Lehrer. Neue Erkenntnisse geistig erwachender Männer. Vom Dominanzverhalten zum Feingefühl in Gleichachtung" (siehe:
http://gandhi-auftrag.de/LehrerFrau.htm ).
Zitat Jakob Lorber: "Haushaltung Gottes", Band 3: [HGt.03_030,20] "Es wird aber eine Zeit kommen, da Ich den Strahl sammeln werde im Weibe, um die erloschene Sonne im Manne zu erleuchten!"(Zitat Ende)

Was mir nun auffiel an den Texten von Christa Schneider war, dass bei der Beschreibung der Polaritäten das Fallgeschehen nicht berücksichtigt wird. Das führt dazu, dass Zustände, welche man hier im Falluniversum antrifft als Polaritäten bezeichnet werden, wie etwa Gut und Böse oder Lüge und Wahrheit. Diese verdrehten Zustände hier in dieser Welt haben aber nichts mit dem polaren Grundordnungsaufbau in Gottes reiner Schöpfung zu tun, wo die Liebe (positive Kraft) und die Weisheit (negative Kraft im Sinne der Polarität nicht im Sinne von schlecht) geeint im göttlichen Willen die Werke schafft. Der göttliche Wille ist die mit Gott geeinte Tatkraft, von Jesus den Jüngern auch als heiliger Geist bezeichnet worden.
So ist es auch nicht richtig, wie in der Esoterikszene oft behauptet wird, dass es nur hier in der Materie Polarität gäbe und in der reinen Gottesschöpfung nicht. Das was wir hier in der materiellen Welt als Polarität bezeichnen hat nichts mit Polarität zu tun, es sind die Gegensätze der Gottesnähe wie Gut und Wahrheit, und der Gottesferne wie Böse und Lüge welche durch den Fall entstanden. So wird jetzt verständlich, wieso diese weitverbreitete Vorstellung entstand, in Gottes reiner Schöpfung gebe es keine Polarität, nur hier in der Materie, da das Wissen über das Fallgeschehen nicht berücksichtigt wurde. Polarität bezeichnet Grundordnungszustände der Schöpfung, wie z.B. die zwei Pole eines Magneten.

Wenn man dies im Auge behält, die Gegebenheiten hier in der Welt aus der Sicht der Grundordnung Gottes heraus zu betrachten, behält man seine Unterscheidungsfähigkeit und sieht die Dinge klar. So sind in der Esoterikszene manche Irrtümer nur deshalb, weil das Fallgeschehen völlig ausgeblendet wird bzw. nicht bekannt ist.

Und so wird es verständlich, wie in folgendem Zitat aus dem Buch von Christa Schneider: "Und siehe, es war alles sehr gut" aus der Sichtweise der Zustände im Falluniversum Fehlschlüsse entstanden:
"Nun ist es aber so, dass ich den Menschen als Mann und Frau und jeden mit einer männlichen und weiblichen Kraft ausgestattet habe. Das heißt, diese Ganzheit der Gegensätzlichkeit ist auch im Menschen vorhanden. [Anm.: Das ist richtig. Hier wird Bezug genommen auf den wahren polaren Grundordnungsaufbau Gottes. Im Weiteren wird aber nun die Gegensätzlichkeit, aus dem Fall entstanden, als Polarität angesehen und so entsteht ein Graugemisch, wo Gottes Ordnung vermischt wird mit den Produkten einer Egopersönlichkeit, welche nicht im Einklang mit Gottes Ordnung wirkt.]
Am Gleichnis vom verlorenen Sohn möchte ich das wieder anschaulich machen.
Wenn ihr euch die Eigenschaften der beiden Söhne einmal genau anschaut, dann lebt der eine Sohn genau den Gegenpol vom anderen. Der Daheimgebliebene ist rechtschaffen, gewissenhaft, fleißig und sparsam, und der andere Sohn lebt genau das Gegenteil von diesen Eigenschaften. Diese beiden Söhne sind auch Teile von euch allen, sie zusammen bilden diese Ganzheit der Gegensätzlichkeit
[Anm.: ein fataler Fehlschluß]. Wenn ihr euch vom Baum des Lebens nährt und diese Gegensätzlichkeit bejaht, dann werdet ihr euch mal für das eine und gegebenenfalls für die andere Seite entscheiden. Ihr lernt dabei, dass alles zu seiner Zeit und im rechten Maß gut ist." (Zitat Ende)

Hier wird nun die Egopersönlichkeit (in manchen Schriften auch Naturseele genannt) und die Gottgeistseele als Ganzheit zusammengemengt und sogar als Dualität gesehen. Die Heilung kann aber nur geschehen, wenn wir lernen immer mehr auf die Impulse der Gottgeistseele zu hören, so das diese immer mehr die Führung übenimmt, bis wir gelernt haben in jeder Situation im Sinne des Herzens zu handeln. Dann steht dem Ausfließen der Gottgeistseele in alle Teile der Naturseele nichts mehr im Wege und die verkrustete Egopersönlichkeit wird wie ein schmutziges Kleid von uns abfallen: Die geistige Wiedergeburt von der Jesus Christus sprach.

Der verlorene Sohn in diesem Gleichnis Jesu steht für die sich von Gott abgewendete Sadhana (der ursächlichen Urheberin des Fallgeschehens), welche sich später in ihrem Machtwahn Luzifer nannte. Das verlorene Schaf in einem anderen Gleichnis, wo Christus zur Rettung sogar dem letzten nachgeht, bezeichnet alle diejenigen, welche sich von Luzifer haben verführen lassen
(tiefer erklärt u.a. auch in Anita Wolf: "Die sieben Eigenschaften Gottes im Lichte des Johannes-Evangelium", Seite 87/88: http://gandhi-auftrag.de/anita-wolf/Die_7_Eigenschaften_Gottes.pdf ).

Zitat Anita Wolf: "Golgatha" (Hinweis: Buch "Golgatha" gibt es als PDF-Datei
hier ):
„Johannes, sei traurig und fröhlich zugleich. Deine Tränen werden gesammelt, wie alle Tränen, die um des Leidens und der Schmerzen anderer willen geweint worden. Glaube aber, daß ‚Golgatha' geschehen mußte, auch wenn du das Warum noch nicht verstehst. Es gab keinen andern Weg, um das Gleichnis vom verlorenen Sohn zur Tatsache zu gestalten. - Erinnere dich der Reden Jesu vom Vater, Der in großer Liebe den Sohn, der sein ganzes Erbe verpraßte, nicht nur wieder aufzunehmen gewillt war, sondern ihm obendrein entgegen ging, als der Sohn wieder heimwollte. Ach - der Vater weiß: diese Heimkehr fällt dem Kinde schwer, denn allzusehr hat es sich versündigt; es sucht vergeblich den Weg, der es aus sich selber in die Vaterarme treibt. Nun will der Vater Sein Kind holen, um voll Freude verkünden zu können: ‚Mein Sohn, der verloren war, ist wieder heimgekehrt!'
Damals, als Jesus dieses Beispiel lehrte, stand jenes Kind daneben und hörte diese Worte. Sie blieben nicht ohne Eindruck. Da kam zum ersten Male die zaghaft bittere Erkenntnis: Was habe ich getan - ?? Ohne diese erste eigene Erkenntnis hätten Gethsemane und Golgatha nicht jenen Erfolg, der sich dir offenbaren soll, damit du vor der großen Wiederkunft des Herrn gar manche Herzen öffnest und sie die Wahrheit hören. Ich will dir das Geheimnis näher beleuchten.
Du weißt, alle Menschen kommen aus dem Jenseits und kehren dorthin zurück. Und ist dir nicht unbekannt, daß auch die Teufel, die Jesus oft austrieb, eigenbewußtes Leben haben, ebenso, daß der Oberste der Teufel sich Luzifer nennt. Luzifer ist der verlorene Sohn. Ja, kannst du dir denken, daß der Vater nach diesem Seinem ersten Kinde unentwegte Ausschau hält und alles aufbietet, daß es nicht verloren geht, sondern seinen Heimweg findet? Kannst du dir ferner vorstellen, daß solch immerwährende Müheaufwendung einmal von Erfolg gekrönt sein muß? Und fällt es dir schwer zu entscheiden, welcher Erfolg mehr dem Göttlichen entspricht, entweder nur durch Gottes Tat den Sohn zur Rückkehr zu bewegen oder daß durch Seine nimmermüde Arbeit doch einmal ein Gedanke der Heimsehnsucht im Kinde aufflackerte und nun erst recht der Vater Sein Vorhaben ausführt, dem Verlorenen entgegen zu gehen? Wäre der Vater, der All-Heilige UR, nicht mit dieser Heimsehnsucht des Kindesherzens belohnt? ..." (Zitat Ende)

Noch einmal vertiefend: Wenn Christa Schneider schreibt: "Diese beiden Söhne sind auch Teile von euch allen, sie zusammen bilden diese Ganzheit der Gegensätzlichkeit. Wenn ihr euch vom Baum des Lebens nährt und diese Gegensätzlichkeit bejaht, dann werdet ihr euch mal für das eine und gegebenenfalls für die andere Seite entscheiden. Ihr lernt dabei, dass alles zu seiner Zeit und im rechten Maß gut ist." wird dabei der Fokus auf den momentanen Zustand des Menschen im Falluniversum geworfen. Fatal ist es jetzt, dass Zustände als Gegensätze bezeichnet werden, welche aber nur Verdrehungen der von Gott abgetrennten Egopersönlichkeit darstellen. Wie soll der Mensch da sein Seeleninneres heilen?! Zur Heilung ist es wichtig, die ursprüngliche Grundordnung Gottes zu erfassen. Die Egopersönlichkeit, welche die Fallpotenzen aufgenommen hat, auch Naturseele genannt, ist nicht Teil der Ganzheit des Menschen. Diese Egopersönlichkeit gilt es in all seinen Teilen zu überwinden, so dass man immer mehr lernt im Sinne der Gottgeistseele, welche unser wahres Sein ausmacht, zu handeln. Diese Egopersönlichkeit wird dann wie ein schmutziges Kleid ausgezogen, wenn man gelernt hat in jeder Situation nicht mehr auf ihre Programme einzusteigen und voll und ganz denkt, spricht und handelt was man im Herzen aufleuchten sieht, so wie auch Sadhana einst das Kleid des Luzifer ausziehen wird:

Der Vater spricht zu Sadhana in der Golgathanacht, welche gerade ihren ersten Umkehrschritt gemacht hat: Zitat Anita Wolf: "Golgatha":
"O Mein Kind! Du hast Mir wahrlich Mühe gemacht mit deinen Missetaten und Sorgen mit deinen Sünden. Ich aber habe alle deine Übertretungen getilgt und will nun alle deine Gebrechen heilen. - Das aber schreibt Meine Barmherzigkeit als Urteil ins Ewigkeitsbuch: Dein Leben, Luzifer, wird vernichtet; an seine Stelle tritt das Leben Meiner lieblichen Sadhana! Dein Dasein, Luzifer, wird ausgelöscht; dafür wird Mein Kind Sadhana eingesetzt! Unter dem Golgathakreuz wirst du, Luzifer, völlig aufhören zu sein, bis zu Meiner großen Wiederkunft; doch mit Meiner glorreichen Erscheinung beginnt Meine Sadhana ihren Heimweg! Dann werde Ich dich, Luzifer, erlösen, denn dann wird der ‚Name Luzifer nicht mehr sein! Dafür wird der Name "Sadhana" aufs neue in Meinen Himmeln genannt und das Vaterhaus wird sich auf die
Heimkehr des erlösten Kindes rüsten! -

Das abgelegte Kleid Luzifers wird die von allen Geschöpfen entleerte Materie des Falluniversums sein, wenn alle gefallenen Geschöpfe heimgekehrt beim Vater sind.

So kann man jetzt verstehen, das auch das Buch "Ein Kurs in Wundern" eine gewaltige Irrlehre verbreitet. In diesem werden ähnliche Philosophien vertreten, wie in Christa Schneiders Buch. Beim Durchlaufen der Kurse dieses Buches hat man dann eine regelrechte Gehirnwäsche an sich durchgeführt und ist durch diese Vernebelung sehr stark in der Unterscheidungsfähigkeit beeinträchtigt.

Diese Textstelle (Seite 67), von derart es im Buche von Christa Schneider viele gibt, macht noch einmal den Denkfehler deutlich:
Zitat: "Das Böse ist Trennung und Feindschaft in höchster Form. So wie das Gute übertrieben werden kann, so kann sich auch der Gegenpol steigern und im höchsten Maß zer­störerisch sein. Natürlich ist das nicht in meinem Sinne, und das Böse wäre auch nicht in dieser Welt, wenn alle Menschen die Polarität in ihrer Ganzheit bejahen würden. Dann gäbe es diese Auswüchse nicht, alle würden sich in der Mitte bewegen, und alles wäre gut." (
Zitat Ende)

Wenn ein Mensch von Gottes Liebe durchglüht wird und nur nach dem denkt, spricht und handelt, was er im Herzen aufleuchten sieht, wird das Ergebnis immer nur gut sein für alle Geschöpfe der gesamten Schöpfung. Da kann es keine "Übertreibung des Guten Geben". Diese Idee des sich in der Mitte zwischen Gut und Böse bewegen, möchte 'Gut und Böse' als Grundordnungsaufbau-Polarität Gottes dem Menschen offerieren, so dass er Gut und Böse zusammenmischt und sich in eine gedachte Mitte derselben begibt. Auf diese Weise haben es die luziferischen Bestrebungen geschafft, den Menschen an die Welt Luzifers zu binden.
Das war schon immer die Bestrebung Luzifers und seines Anhangs. Sie wollten ihr Widergöttliches in Gottes Schöpfung integrieren, was niemals möglich ist. Zwischen diesem und Gottes Reich muss es eine ewige Trennung geben, sonst würde die Schöpfung im Chaos versinken. Das Falluniversum ist nicht umsonst von einer Lichtmauer umgeben und so von der übrigen Schöpfung abgekapselt. Nur das völlig von aller Welt (die materielle Welt ist der Körper Luzifers) gereinigte Geschöpf kann zum Vater heimkehren, wenn es wieder ganz Liebe geworden ist:
"Dein Dasein, Luzifer, wird ausgelöscht; dafür wird Mein Kind Sadhana eingesetzt! Unter dem Golgathakreuz wirst du, Luzifer, völlig aufhören zu sein, bis zu Meiner großen Wiederkunft; doch mit Meiner glorreichen Erscheinung beginnt Meine Sadhana ihren Heimweg! Dann werde Ich dich, Luzifer, erlösen, denn dann wird der ‚Name Luzifer nicht mehr sein! Dafür wird der Name "Sadhana" aufs neue in Meinen Himmeln genannt und das Vaterhaus wird sich auf die
Heimkehr des erlösten Kindes rüsten!"
(Anita Wolf: "Golgatha")

Die Heilung der Höllenzustände im Menschen
Folgende Textstelle aus Jakob Lorber: "Die geistige Sonne", Band 2 könnte auf den ersten Blick betrachtet wieder mißverständlich ausgelegt werden:
[GS.02_117,07] Zugleich verhalten sich Hölle und Himmel in den Menschen wie die zwei entgegengesetzten Polaritäten, ohne die kein Ding existierbar gedacht werden kann.
[Anm.: Hier werden allerdings die göttlichen Polaritäten nur verglichen mit dem Himmel und der Hölle im Menschen. Dieser Vergleich bezieht sich hier allerdings nur auf die gemeinsame Gegensätzlichkeit. Dieses ist klar im Auge zu behalten. Im weiteren dieses Textes wird nun beschrieben, wie einfach es ist, diese Hölle im Menschen zu besiegen, so wie ich dies auch viele Male in den Durchlichtungsanlysen und Innenschauen von Claire La Belle erleben konnte:]
[GS.02_117,08] Und so dient das zu jedermanns Kenntnis, daß hier durchaus nicht davon die Rede ist, wer in die Hölle kommt, denn das hieße die Menschheit auf der Erde richten, sondern allein davon, was die Hölle in sich selbst ist.
[GS.02_117,09] Daß aber dergleichen Liebeveruntreuungen in sich selbst rein Hölle sind, kann ein jeder daraus ersehen, daß diese Veruntreuungen Eigenliebe und Herrschsucht zum Fundamente haben.
[GS.02_117,10] Denn was ist die Eifersucht anderes als die Erweckung der Eigenliebe, der Selbst- und Herrschsucht? Der Eifersüchtige ist nicht darum eifersüchtig, weil etwa sein erwählter Gegenstand zu wenig Liebe hätte, sondern nur darum, weil er selbst in seiner Forderung verkürzt wird und seinen Wert zu gering angesetzt findet in demjenigen Gegenstande, von dem er eben die höchste Achtung erwartete.
[GS.02_117,11] Frage: Ist das nicht der ganz entgegengesetzte Pol von dem Zustand, wo man seiner selbst aus Liebe zu seinem Nächsten was immer für eines Geschlechtes gänzlich vergessen soll, um sich ganz zum Wohle seines Nächsten bereit zu halten?
[GS.02_117,12] Wie aber kann ein jeder Mensch diese Grundhölle in sich unterjochen, sie nicht aktiv, sondern rein passiv machen?
[GS.02_117,13] Das ist überaus leicht. Man vergebe dem beleidigten wie dem beleidigenden Teile von ganzem Herzen im Namen des Herrn und segne den Beleidigten wie die Beleidigenden ebenfalls im Namen des Herrn (es versteht sich von selbst, daß solches alles vollernstlich geschehen muß) - und die ganze Hölle ist im Menschen schon unterjocht!
[GS.02_117,14] Ich sage euch, fürwahr, ein reumütiger Blick zum guten Vater genügt, um der Hölle für alle Ewigkeit zu entrinnen! - Sehet an den Missetäter am Kreuz, er war ein Räuber und Mörder; aber da blickte er zum Herrn empor und sprach mit großer, schmerzlicher Zerknirschung seines Herzens: „O Herr! Wenn Du in Dein Reich kommst und wider uns große Missetäter zu Gerichte ziehen wirst, da gedenke meiner und strafe mich nicht zu hart für meine großen Missetaten, die ich verübt habe!"
[GS.02_117,15] Und sehet, der große, allmächtige Richter sprach zu ihm: „Wahrlich, heute noch sollst du bei Mir im Paradiese sein!"
[GS.02_117,16] Aus diesem wahrhaftigen Begebnisse kann doch hoffentlich ein jeder nur einigermaßen gläubige Christ entnehmen, wie überaus wenig es im Grunde bedarf, um die ganze allerunterste, mächtigste Hölle auf ewig zu unterjochen.